Zutaten für ca. 4 Personen:

  • 500 g Quark
  • ​200 g Schmand
  • ​200 g Sahne
  • ​2-3 Knoblauchzehen (nach Belieben und Größe)
  • ​frische Kräuter nach Vorliebe (zur Not TK)
  • Salz und Pfeffer nach Belieben

Eine schöne dicke Scheibe kräftiges Brot, Frischkäse mit Kräutern und frische Tomatenscheiben. Was braucht man schon anderes um glücklich zu werden? Ich im Moment nicht viel. Aber ich liebe auch einfach Tomaten, Milchprodukte und Kräuter.

Was ich aber eigentlich erzählen wollte, ist, dass ich das Ganze gestern selbst gemacht hab. Und es war soooo lecker, dass ich zumindest das Brot heute neu backen muss. Aber dazu in einem anderen Beitrag. Wir haben hier neuerdings (was auch schon wieder nicht mehr so neu ist) eingeführt, unter der Woche abends Brot zu essen. Zum einen, weil wir alle ein bisschen mehr auf unsere Gesundheit und Linie achten müssen und zum andern, dass wir finden, dass es ein schönes Ritual ist.

Um nicht weiter abzuschweifen: Zu unserem random Brotaufstrich gehört immer mindestens eine Art Frischkäse dazu. Ich favorisiere da meist die Varianten mit Kräutern und Tomaten, mein anderer Mitesser auch gerne Sorten mit Pilzen, Chili oder Meerrettich. Mittlerweile haben wir glaub ich so jede handelsübliche Sorte ausprobiert, egal ob Markenprodukt oder No-Name. Was ich dabei immer wieder festgestellt habe, dass selbst so ein einfaches Produkt wie Frischkäse ganz schön teuer ist. Eine 200 g Packung kostet zwischen 0,80€ und 2,99€. Für ein Produkt, welches in der Produktion so gut wie nichts kostet, finde ich das ganz schön viel. Ein weiterer Grund, der mich immer gestört hat, war der unerklärlich chemische Geschmack von einigen Produkten. Entweder sind sie trocken oder fluffig und chemisch. Kein Wunder, wird das Fluffige meist durch Stickstoff oder Ähnliches hergestellt. Also hab ich mir gedacht, mach ich mir meinen Bresso doch einfach mal selbst. Und da dieser sooo lecker geworden ist, teile ich euch einfach mal mit, wie ich den gemacht habe.

​Quark und Schmand gebt ihr in eine entsprechend große Schüssel. Der Knoblauch wird entweder durch eine Knoblauchpresse gedrückt, oder o fein wie möglich klein geschnitten oder gewürfelt. Dieser kommt mit geschnittenen Kräutern eurer Wahl ebenfalls in die Schüssel. Ich gebe zu, ich war faul und hab einfach eine Packung 8-Kräuter verwendet. Iglo hat da verschiedene Kräutermischungen, die ich nach und nach mal ausprobieren werde. Oder wenn er im Sommer wieder blüht, meinen heiß geliebten roten Basilikum hinein geben.

Mit dem Mixer wird das ganze nun schön gemeinsam verwengt und mit Salz und Pfeffer schon mal abgeschmeckt. Ich stelle dabei in der Regel immer fest, dass eine weitere Knoblauchzehe nicht schaden könnte. Aber ich bin auch ein Knoblauchjunkie.

Und jetzt kommt das Ding mit der Fluffigkeit (Ich liebe dieses Wort). Die Sahne wird nun kräftig steif geschlagen. Wer anstelle des Mixers einen gewöhnlichen Schneebesen benutzt kann dabei wunderbar Stress und Aggressionen abbauen. Darf sich als ungeübter dann aber auch nicht über Muskelkater beschweren.

Wenn die Sahne steif ist, wird sie vorsichtig unter die andere Masse gehoben. Nicht erschrecken, wenn das Ganze jetzt viel zu flüssig ist und ihr Angst habt, ihr würdet euer Brot darin ertränken. Es geht nämlich noch weiter. Jetzt brauchen wir ein sauberes Geschirrtuch und ein Sieb. Legt das Sieb mit dem Geschirrtuch aus und gießt die flüssige, aber trotzdem leckere Soße, die sich auch super zum Dippen von Kräckern und Rohkost eignet, dort hinein. Schüssel kurz ausspülen und das Sieb wieder hinein hängen. Das Geschirrhandtuch oben zu falten und das Ganze beschweren. Ich habe meinen massiven Granitmörser benutzt, ein Stein tut es aber auch.

Jetzt kam für mich der schlimmste Teil. Warten! Wer mich kennt, weiß, dass Geduld eine der Tugenden ist, die man bei mir vergeblich suchen kann. Laut Rezept heißt es, 24 Stunden bei Zimmertemperatur, oder bis zu 72 Stunden im Kühlschrank. Ich hab mich natürlich für die Zimmertemperatur entschieden und die 24 Stunden auf 6 verkürzt, was meiner Meinung nach auch reichte. Soll der Käse doch während ich ihn verzehre reifen. Durch das Gewicht wird nun die Molke aus der Masse gedrückt und übrig bleibt eine, zwar fluffige, aber frischkäseartige Masse, die jetzt endlich verputzt werden kann \o/. Lasst es euch schmecken und glaubt mir, danach wollt ihr einfach keinen fertigen mehr kaufen. Über ein Kommentar, ob es geschmeckt hat, würde ich mich auch freuen.